Deutsches Hugenottenmuseum Bad Karlshafen, Historisches Museum in Bad Karlshafen, Deutschland.
Das Deutsche Hugenotten-Museum befindet sich in einem ehemaligen Tabakfabrikantengebäude und erstreckt sich über drei Etagen. Die Ausstellung zeigt Gegenstände, Dokumente und persönliche Berichte von französischen Protestanten, die in deutschen Territorien Zuflucht gesucht haben.
Das Museum wurde gegründet, um die Flucht französischer Hugenotten vor religiöser Verfolgung und ihre Ansiedlung in deutschen Landen zu dokumentieren. Die Ausstellung konzentriert sich auf die Zeiträume ihrer Migration und deren langfristige Auswirkungen auf die Regionen, in denen sie sich niederließen.
Das Museum zeigt Gegenstände und Schriftstücke, die zeigen, wie französische Protestanten in Deutschland gelebt haben und sich in lokale Gemeinschaften integriert haben. Die Ausstellungen dokumentieren ihre Handwerke, ihre Familien und ihre Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer neuen Heimat.
Das Museum nutzt die ehemalige Baurmeister'sche Tabakfabrik am Hafenplatz auf zwei Etagen mit 500 m². Führungen gibt es in deutscher, französischer und englischer Sprache, französischsprachige Audioguides stehen bereit. Der Museumspfad führt von der barocken Altstadt zum 1913 erbauten Hugenottenturm auf den Hessischen Klippen.
Im Museumsgebäude sitzt auch die Deutsche Hugenotten-Gesellschaft, die 1890 in Magdeburg von Pfarrer Henri Tollin und dem Richter Richard Béringuier gegründet wurde. Ihre Bibliothek, ihre Zeitschrift und ihre genealogische Forschungsstelle liegen im obersten Stockwerk, wo sich Angaben zu hugenottischen Familiengeschichten einsehen lassen.
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