Königshaus, Kulturdenkmal am Leipziger Markt, Deutschland
Das Königshaus ist ein Denkmal am Leipziger Markt mit einer barocken Fassade, die durch einen auffälligen dreigeschossigen hölzernen Erker auf der südlichen Seite geprägt wird. Das Gebäude steht an der Adresse Markt 17 und verbindet die Marktplatzseite mit inneren Passagen zu angrenzenden Handelsgebäuden.
Das Haus wurde um 1560 errichtet und 1706/07 nach Plänen des Baumeisters Johann Gregor Fuchs für den Großkaufmann Andreas Dietrich Apel unter Beibehaltung der alten Bausubstanz umgebaut. Damals hieß es Apelsches Haus. Den Namen Königshaus erhielt es erst 1904 bei der Umwandlung in ein Geschäftshaus, zur Erinnerung an August den Starken, der bei seinen Leipzig-Besuchen hier logierte.
Das Haus trägt seinen Namen zu Ehren von August dem Starken, dem Kurfürsten von Sachsen und König von Polen, der hier viele seiner Geburtstage feierte. Der Name wurde 1904 vergeben und erinnert an die enge Verbindung des Ortes zur königlichen Geschichte der Region.
Das Erdgeschoss bietet eine Durchgangspassage zur Messehofpassage, die es Besuchern ermöglicht, verschiedene Teile des Marktplatzes zu erkunden. Die oberen Etagen beherbergen Büros und Geschäftsflächen, die während der regulären Öffnungszeiten zugänglich sind.
Die innere Wendeltreppe ist ein Renaissance-Wendelstein aus Rochlitzer Porphyrtuff, der um 1610 zusammen mit einer Kreuzgewölbehalle eingebaut wurde, die fast das gesamte Erdgeschoss einnahm. Die Treppe ist erhalten, doch ein Teil des Gewölbes wurde beim Umbau zum Messehaus 1915/16 entfernt.
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