Burg Erprath, Mittelalterliche Burg in Weckhoven, Neuss, Deutschland
Burg Erprath ist eine Burgruine bei Weckhoven, die als mittelalterliche Festung am Zusammenfluss von Gillbach und Erft errichtet wurde. Die erhaltenen Reste zeigen einen etwa vier Meter hohen Hügel mit rund 18 Metern Durchmesser und eine südliche Mauersegment, das noch etwa 4,8 Meter aufrecht steht.
Die Burg wurde 1166 gegründet und wechselte später von der Familie Erprath zu den Grafen von Virneburg, bevor sie 1405 an Erzbischof Friedrich III. verkauft wurde. Diese Reihe von Besitzwechseln spiegelt die politischen Umwälzungen in der mittelalterlichen Niederrheinregion wider.
Der Wohnturm der Burg verwendete römische Abbruchmaterialien, was eine verbreitete Praxis im Mittelalter war, antike Bauelemente wiederzuverwenden. Diese Bauweise zeigt, wie Burgherren die Überreste früherer Zivilisationen in ihre neuen Strukturen integrierten.
Das Gelände liegt etwa 850 Meter westlich von der Kirche St. Paulus in Weckhoven und ist leicht an der Stelle zu erkennen, wo die Flüsse zusammenfließen. Besucher sollten mit unebenen Bodenverhältnissen rechnen und Wetterschutz mitnehmen, da die Ruine in offenem Gelände liegt.
Ausgrabungen im Jahr 1984 brachten die Reste einer hölzernen Brücke und eines Eichenpalisadenzauns zutage, die die Hauptburg mit dem äußeren Befestigungswerk verbanden. Diese archäologischen Funde zeigen, wie das Gelände in verschiedene Verteidigungszonen aufgeteilt war.
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