Erprather Mühle, Historische Wassermühle in Neuss, Deutschland
Die Erprather Mühle ist eine Wassermühle an der Erft, die mit traditionellen Rädern Getreide verarbeitet und heute Paniermehl herstellt. Das Gebäude nutzt die Kraft des Flusses sowie des Gillbach-Baches, um zwei verbundene Mühlenstrukturen anzutreiben.
Die Mühle wurde 1166 erstmals erwähnt und kam 1405 unter die Kontrolle der Kölner Erzbischöfe, als die Erben von Erprath das Grundstück verkauften. Dieses Ereignis markierte den Beginn ihrer langen Zugehörigkeit zu kirchlichen Besitzungen.
Die Mühle zeigt die Industriegeschichte von Neuss und wie Handwerkstradition sich über Jahrhunderte entwickelt hat. Sie steht für die Verbindung zwischen historischem Handwerk und modernen Produktionsmethoden, die bis heute sichtbar ist.
Die Mühle liegt direkt am Fluss und ist zu Fuß vom Stadtzentrum von Neuss erreichbar. Der Besuch ist ganzjährig möglich, wobei ein Besuch bei gutem Wetter die beste Aussicht auf das Gebäude und die Wassersysteme bietet.
Das Gebäude verfügt über ein seltenes Doppelmühlensystem, das zwei getrennte Mahlanlagen mit einem einzigen Wasserstrom speist. Dieses technische Merkmal ermöglichte es der Mühle, ihre Produktionskapazität zu verdoppeln, ohne den Standort zu wechseln.
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