Kloster Eppinghoven, Zisterzienserkloster in Neuss, Deutschland.
Kloster Eppinghoven ist ein ehemaliges Zisterzienser-Kloster in Neuss mit Backsteinfassaden und mehreren verbundenen Gebäuden. Der Komplex besteht aus verschiedenen Flügeln mit Satteldächern und eine barocke Taubenbrechung von 1710 prägt das Anwesen, wahrend Originalaltarflügel aus dem 15. Jahrhundert inzwischen in einem Museum aufbewahrt werden.
Das Kloster entstand 1214 als Mariensaal und wurde 1231 an seinen heutigen Standort verlegt, nachdem ein reicher Neusser Ehepaar das Land spendete. Im 17. Jahrhundert wandelte sich das Zisterzienser-Kloster in ein Adelsfrauenstift um und erlebte danach noch tiefgreifende Veranderungen wahrend Kriegszeiten.
Das Kloster war lange Zeit ein bedeutender Ort für Frauen aus wohlhabenden Familien, die sich hier dem religiösen Leben widmeten. Die Gebäude zeigen noch heute die Spuren dieser Zeit mit ihren stabilen Mauern und den bescheidenen, funktionalen Räumen.
Das Gelande kann von außen besichtigt werden, ist aber nicht durchgehend fur Besucher geoffnet, daher sollte man sich vorher informieren. Die Altarflügel aus dem 15. Jahrhundert sind im Clemens-Sels-Museum in der Stadt zu sehen, wo man mehr Kontext zur Geschichte des Ortes erfährt.
Während der Kriegsjahre diente das Kloster als Lazarett und nahm etwa 700 Patienten auf, bevor es 1795 wieder zu religiosen Zwecken genutzt wurde. Diese Zeit der umfunktionierung zeigt, wie wichtig solche großen Gebaude in Zeiten der Not waren.
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