Kloster Holzheim, Benediktinerkloster in Neuss, Deutschland
Das Kloster Holzheim ist ein Benediktinerkloster in Neuss, das neben der St.-Martinus-Kirche auf dem ehemaligen Grundstück der Adelsfamilie Helpenstein errichtet wurde. Die Anlage wurde mit einer besonderen räumlichen Verbindung zur Kirche gestaltet, was die enge Bindung zwischen Klosterleben und Pfarrgemeinde widerspiegelt.
Die dokumentierte Geschichte des Klosters beginnt 1432 unter Äbtissin Dena Mengwaters mit einer kleinen Gründungsgemeinschaft von Benediktinerinnen. Das Kloster wuchs und wurde zu einem wichtigen religiösen Zentrum, bis es 1642 während des Dreißigjährigen Krieges zerstört wurde.
Die Schwestern nutzten ein speziell gefertigtes Gitterwerk, um von ihrem Kloster aus an den Gottesdiensten in der benachbarten Kirche teilzunehmen. Dieses Arrangement zeigt, wie der Alltag hier zwischen Abgeschiedenheit und Gemeinschaftsleben pendelte.
Der Standort im Stadtteil Holzheim ist leicht erreichbar und der Komplex liegt unmittelbar neben der St.-Martinus-Kirche, was die gemeinsame Besichtigung beider Orte ermöglicht. Die historischen Gebäude können von außen betrachtet werden, wobei die räumliche Beziehung zur benachbarten Kirche die Bedeutung des Ortes verdeutlicht.
Nach der Zerstörung während des Dreißigjährigen Krieges verließ die Gemeinschaft der Augustinerinnen den ursprünglichen Standort und besiedelte das Kloster Marienberg. Diese Flucht und Neugründung zeigt, wie Kriegsgewalten religiöse Gemeinschaften in der Region vertrieben und umgestalteten.
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