Café Moskau, Kulturdenkmal an der Karl-Marx-Allee, Berlin, Deutschland
Café Moskau ist ein Gebäude aus der Nachkriegszeit an der Karl-Marx-Allee in Berlin-Mitte mit einer monumentalen Sputnik-Satelliten-Replik über dem Eingang. Das Gebäude erstreckt sich über zwei Ebenen und verfügt über elf Räume, die heute hauptsächlich für Konferenzen und Veranstaltungen mit Platz für bis zu 2400 Personen genutzt werden.
1959 von einem siebenköpfigen Architektenkollektiv unter Josef Kaiser und Horst Bauer geplant, wurde das Restaurant Moskau von 1961 bis 1964 errichtet und am 18. Januar 1964 als eines der von der HO betriebenen Nationalitätenrestaurants Ost-Berlins eröffnet. Nach Auflösung der HO ging das Haus an die TLG Immobilien und stand rund zehn Jahre leer, bevor es nach 2000 wieder für Veranstaltungen genutzt wurde.
Das 9 auf 15 Meter große Mosaik „Aus dem Leben der Völker der Sowjetunion“ von Bert Heller schmückt den Eingangsbereich zur Karl-Marx-Allee. Der Name des Hauses stammt von seiner Rolle als Nationalitätenrestaurant in der DDR, das Speisen sowjetischer Republiken anbot, mit 600 Plätzen, einer Tee- und einer Mokkastube sowie einem Konzert- und Tanzcafé.
Das Gebäude steht an der Karl-Marx-Allee 34, Ecke Schillingstraße, gegenüber dem Kino International; der U-Bahnhof Schillingstraße liegt in der Nähe. Der Sputnik-Nachbau und das 9 m × 15 m große Mosaik liegen zur Allee hin. Das Innere wird für gebuchte Veranstaltungen genutzt, ein Besuch hängt daher vom Programm ab.
Das Sputnik-Modell auf dem Dach war ein Geschenk des sowjetischen Botschafters und stand zur Eröffnung 1964 über der Eingangsecke. Die ursprünglichen gepolsterten Stahlrohrstühle verschwanden nach 1990 unbemerkt, während das Haus rund zehn Jahre unter der Treuhandliegenschaftsgesellschaft leer stand.
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