Kino International, Filmtheater in Karl-Marx-Allee, Berlin, Deutschland
Das Kino International ist ein Filmtheater an der Karl-Marx-Allee in Berlin-Mitte mit einer markanten dreigeschossigen Betonkonstruktion, großen hellen Sandsteinfassaden und einem neun Meter hohen Erdgeschoss ohne Stützsäulen. Der Saal bietet 555 Plätze, und eine Panorama-Bar erlaubt Besuchern, vor Filmstarts die Karl-Marx-Allee durch große Fenster zu betrachten.
Das Kino eröffnete am 15. November 1963 als erste Premierenstätte für Filme der DDR und setzte seinen Betrieb auch nach der deutschen Wiedervereinigung fort. Es überstand die politischen Umbrüche und behielt seine Bedeutung für die Filmkultur der Stadt.
Das Kino zeigt seine Filmplakate als große handgemalte Kunstwerke in den Schaufenstern und bietet europäische sowie unabhängige Filme häufig in ihren Originalsprachen. Die Auswahl der Filme spiegelt einen Geschmack wider, der über kommerzielle Blockbuster hinausgeht und Besuchern andere Perspektiven eröffnet.
Die Öffnungszeiten und Zugang ändern sich je nach Filmkalender, daher sollte man die aktuelle Spielplanübersicht vor dem Besuch überprüfen. Der Standort an einer breiten Prachtstraße mit guter Verkehrsanbindung macht die Anreise einfach, und die Panorama-Bar bietet eine angenehme Wartezeit vor den Vorführungen.
Am 20. November 1989, wenige Tage nach dem Fall der Berliner Mauer, zeigte das Kino "Coming Out", den ersten Spielfilm der DDR mit Homosexualität als zentralem Thema. Diese Premiere war ein symbolisches Zeichen der neu gewonnenen Freiheit in einer sich verändernden Zeit.
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