Schloss Pfaueninsel, Neoklassizistisches Schloss im Bezirk Wannsee, Deutschland.
Das Pfaueninselschloss ist ein weißer, zweigeschossiger Fachwerkbau mit Holzverschalung, die aufgemalte Quadersteine zeigt. Die Hauptfassade hat zwei runde Türme, die durch eine durchbrochene Eisenbrücke verbunden sind; der linke Turm ist höher und trägt eine flache Kuppel mit dünner Spitze, der rechte Turm schließt mit Zinnen ab. Hohe, schmale Bogenfenster und ein zentraler Bogendurchgang ergänzen den Bau.
Friedrich Wilhelm II. ließ das Schloss von 1794 bis 1797 als kleines Refugium errichten, das man vom Marmorpalais aus per Ruderboot erreichte; die Pläne stammen von Michael Philipp Boumann, die Bauleitung hatte Johann Gottlieb Brendel. Wilhelmine von Lichtenau, 1796 zur Gräfin geadelt, war an der Planung beteiligt und bestimmte die Inneneinrichtung weitgehend. Der König starb 1797, im Jahr der Fertigstellung, und sie wurde verbannt. Ab 1816 gestaltete Peter Joseph Lenné die Insel für Friedrich Wilhelm III. als Landschaftspark.
Die Insel hieß noch Kaninchenwerder, als Friedrich Wilhelm II. sie für das Schloss wählte; der Name Pfaueninsel kam später auf, und noch heute laufen Pfauen über das Gelände. Die Inneneinrichtung bestimmte weitgehend Wilhelmine von Lichtenau mit, die der König 1796 zur Gräfin Lichtenau erhob.
Um das Schloss zu erreichen, müssen Besucher eine Fährverbindung vom Festland nutzen, die regelmäßig zwischen den beiden Ufern verkehrt. Es ist empfehlenswert, festes Schuhwerk zu tragen, da die Insel mit vielen Wegen und unebenem Gelände erkundet werden sollte.
Das Schloss ist ein Fachwerkbau aus Holz mit aufgemalten Quadersteinen, nicht aus echtem Stein. Die Brücke zwischen den Türmen wurde bereits 1807 durch eine aus Schmiedeeisen ersetzt, und der gemalte Torbogen in der Mitte zeigt eine italienische Landschaft. Die Küche lag unauffällig im Hang wenige Meter nördlich, verbunden durch einen unterirdischen Gang.
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