Kloster Heilig Kreuz, Benediktinerkloster-Ruinen am Elbufer in Meissen, Deutschland
Kloster Heilig Kreuz ist ein ehemaliges Benediktinerinnenkloster am Ufer der Elbe in Meißen, von dem noch Teile der ursprünglichen Kirche, gewölbte Räume im Ostflügel und Kellergeschosse des Nordtrakts erhalten sind. Die Reste verteilen sich unmittelbar am Flussufer und lassen die frühere Ausdehnung des Gebäudekomplexes entlang des Wassers noch erkennen.
Markgraf Dietrich der Bedrängte gründete das Benediktinerinnenkloster im späten 12. Jahrhundert und verlegte es 1217 an seinen heutigen Standort am Flussufer. Nach der Reformation hörte das Kloster 1568 auf zu bestehen, und die Gebäude verfielen in der Folgezeit.
Das Kloster nahm unverheiratete Töchter aus adeligen und wohlhabenden Familien auf, die hier in einer gemeinschaftlichen Ordnung lebten. Noch heute lassen sich beim Rundgang die abgegrenzten Bereiche erahnen, in denen diese Gemeinschaft ihren Alltag verbrachte.
Das Gelände ist frei zugänglich und liegt direkt an einem ruhigen Abschnitt des Elbufers, sodass sich ein Besuch gut mit einem Spaziergang am Fluss verbinden lässt. Da der Boden im Ruinenbereich uneben sein kann, empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Archäologische Ausgrabungen auf dem Gelände legten Steinschichten frei, die zeigen, wie der Baustil des Klosters vom Romanischen zum Gotischen überging. Damit ist diese Anlage ein seltenes Zeugnis dieses stilistischen Wandels im sächsischen Klosterbau.
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