Kloster Heilig Kreuz, Benediktinerkloster-Ruinen am Elbufer in Meissen, Deutschland
Kloster Heilig Kreuz ist ein ehemaliges Benediktinerinnenkloster am Ufer der Elbe in Meißen, von dem noch Teile der ursprünglichen Kirche, gewölbte Räume im Ostflügel und Kellergeschosse des Nordtrakts erhalten sind. Die Reste verteilen sich unmittelbar am Flussufer und lassen die frühere Ausdehnung des Gebäudekomplexes entlang des Wassers noch erkennen.
Markgraf Dietrich der Bedrängte gründete das Benediktinerinnenkloster im späten 12. Jahrhundert und verlegte es 1217 an seinen heutigen Standort am Flussufer. Nach der Reformation hörte das Kloster 1568 auf zu bestehen, und die Gebäude verfielen in der Folgezeit.
Der Name Heilig Kreuz verweist auf das Heilige Kreuz, dem das Kloster geweiht war. Markgraf Dietrich schenkte dem Konvent am 24. April 1220 das Dorf Sommerfeld bei Leipzig, auch die Kirche Luppa war 1220 eine Schenkung. Sommerfeld lag zu weit entfernt für eine Verwaltung und wurde 1391 für 200 Freiberger Groschen an das Thomaskloster zu Leipzig verkauft.
Die Ruine liegt am linken Elbufer, etwa 1,5 km nördlich der Meißner Altstadt. Seit 1994 nutzt das Meißner Hahnemannzentrum das Gelände und ließ die Gebäude sichern und 2004 weitere Sanierungsarbeiten ausführen; Teile des Areals sind deshalb nicht begehbar. Zwischen 1997 und 2001 untersuchten archäologische Grabungen den alten Kreuzgang und die neuzeitlichen Wirtschaftsgebäude.
Adelheid von Meißen, Königin von Böhmen aus dem Haus Wettin, starb am 2. Februar 1211 im Kloster des Heiligen Kreuzes, noch vor der Verlegung ans linke Elbufer. Das Klostergut zum Heiligen Kreuz besteht bis heute als eigene Gemarkung in den Meißner Grundbüchern, aus einem schmalen Streifen links der Elbe und zwei Splitterflächen.
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