St. Wolfgang, Gotische Friedhofskapelle in Meißen, Deutschland
St. Wolfgang ist eine spätgotische Kapelle aus Backstein in Meissen mit einem symmetrischen Grundriss und dreiseitigen Abschlüssen an beiden Enden. Das Gebäude zeigt an seinen südlichen Seiten gewölbte Säle ohne Rippen in sternförmiger Anordnung und beherbergt eine historische Orgel aus dem 16. Jahrhundert.
Die Kapelle wurde 1471 nach Entwürfen von Arnold von Westfalen begonnen und 1474 erstmals urkundlich erwähnt. Sie entstand als Friedhofskapelle und spielte lange Zeit eine Rolle bei den Bautätigkeiten in Meissen.
Die Kapelle war lange Zeit ein Treffpunkt für Handwerker und Steinmetze, die an den Baustellen der Stadt arbeiteten. Diese Verbindung zur Handwerkskunst prägt bis heute das Verständnis des Ortes als Werkstatt und Bewahrungsort von Bautechniken.
Die Kapelle ist derzeit nicht für öffentliche Besuche zugänglich, da sie als Werkstatt und Lagerraum der Dombauhütte Meissen genutzt wird. Besucher können das Äußere des Gebäudes jedoch von außen besichtigen und die gotische Architektur von der Straße aus bewundern.
Die sternförmigen Rippengewölbe ohne Rippen zeigen eine Bautechnik, die auch in der nahegelegenen Albrechtsburg zu finden ist und zeigt die fortgeschrittenen Steinmetzkunst dieser Zeit. Diese Innovation war eine Besonderheit in der gotischen Architektur der Region und wurde nur selten nachgeahmt.
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