St. Wolfgang, Gotische Friedhofskapelle in Meißen, Deutschland
St. Wolfgang ist eine spätgotische Backsteinkapelle im Meißner Ortsteil Obermeisa, umgeben von einem Friedhof mit historischen Grabsteinen. Der symmetrische Saalbau endet im Osten und Westen in dreiseitigen Abschlüssen; zwei südliche Anbauten, früher Sakristeien, tragen rippenlose knicksternförmige Zellengewölbe. Das Foto zeigt ein steiles rotes Ziegeldach mit zwei kleinen dunklen Dachluken, helle Wände zwischen hellbraunen Steinpfeilern und hohe Spitzbogenfenster mit Maßwerk.
St. Wolfgang wurde 1471 erbaut, offenbar nach Plänen von Arnold von Westfalen oder aus dessen Umfeld, und 1474 erstmals erwähnt. Damals diente sie als Wallfahrtskapelle der Pfarrkirche St. Afra. In späteren Jahrhunderten wurde sie vor allem als Friedhofskapelle genutzt, 1840 gab es kleinere Umbauten. Anfang der 1990er Jahre verkaufte die Kirchengemeinde St. Afra das Gebäude an das Hochstift Meißen; nach Abschluss der Restaurierung 2004 dient es der Dombauhütte Meißen als Werkstatt und Lagerraum.
Der Name der Kapelle erinnert an Wolfgang von Regensburg; im späten Mittelalter war sie eine Wallfahrtskapelle der Pfarrkirche St. Afra. In den folgenden Jahrhunderten diente sie vor allem als Friedhofskapelle, umgeben von historischen Grabsteinen. Seit den 1990er Jahren gehört sie dem Hochstift Meißen, und seit dem Abschluss der Restaurierung 2004 nutzt die Dombauhütte sie als Werkstatt und Lager.
St. Wolfgang liegt in der Jahnastraße in Obermeisa, westlich der Meißner Altstadt, umgeben von einem Friedhof mit historischen Grabsteinen. Die Kapelle selbst ist nicht zu betreten, da die Dombauhütte Meißen sie als Werkstatt und Lagerraum nutzt. Von der Straße und vom Friedhof aus sind die hellen Wände, die braunen Steinpfeiler und das steile rote Ziegeldach mit zwei kleinen Dachluken zu sehen.
Die Orgel der Kapelle bewahrt ihren ältesten Teil, ein Brustwerk aus dem 16. Jahrhundert, das aus dem Zisterzienserinnenkloster Marienstern bei Mühlberg stammt und 1547 nach Pirna versetzt wurde. Dort erweiterte es der sächsische Hoforgelmacher Andreas Tamitius 1682; 1940 kam der leere Prospekt nach St. Wolfgang und erhielt ein neues Werk mit sieben Registern von Gustav Steinmann.
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