Hasenbergturm, Aussichtsturm in Stuttgart, Deutschland
Der Hasenbergturm war ein Beobachtungsturm in Stuttgart, der sich aus rötlichem Sandstein erhob und etwa 36 Meter in die Höhe ragte. Das Bauwerk hatte einen Durchmesser von etwa 5,70 Metern und war aus Gerlingen-Stein gefertigt, einem Material, das aus lokalen Steinbrüchen gewonnen wurde.
Der Turm wurde 1879 von der Stuttgarter Verschönerungsvereinigung erbaut und diente der Stadt als markantes Bauwerk für Jahrzehnte. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1943 zerstört, um zu verhindern, dass Feindflieger ihn als Navigationspunkt nutzen könnten.
Der Ort trägt den Namen des Hasenbergs und verbindet heute verschiedene künstlerische Werke miteinander. Ein Denkmal für den Dichter Wilhelm Hauff aus dem Jahr 1882 prägt das Gelände und erinnert an die kulturelle Bedeutung des Ortes für die Stadt.
Das Gelände bietet Informationstafeln an der Basis, die die Geschichte des Ortes und seine frühere Rolle in der Stadtlandschaft erklären. Besucher können das Denkmal und die Kunstinstallationen in ruhiger Atmosphäre erkunden und dabei die Informationen zur Vergangenheit des Platzes aufnehmen.
Nach seiner Zerstörung setzte die Stadt Stuttgart eine ungewöhnliche Tradition fort und zahlte der Verschönerungsvereinigung Ausgleichszahlungen für entgangene Eintrittsgelder. Diese finanzielle Entschädigung war ein seltenes Zugeständnis der Stadtverwaltung an die Folgen der Kriegszerstörung.
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