Schwedenschanze, frühmittelalterliche Wallburg in Groß Thun, Stade, Deutschland
Die Schwedenschanze ist der Überrest einer frühmittelalterlichen Wallburg auf einer leicht überhöhten Sandinsel am rechten Ufer der Schwinge, rund 6 km von der Elbe entfernt. Ihr ovaler Ringwall misst etwa 170 × 100 m, ist noch bis 5,5 m hoch erhalten und an der Basis 20–30 m breit; die Unterbrechung auf der Südwestseite ist modern. Die Holz-Erde-Konstruktion war oben mit einer Palisade versehen und mit Grassoden abgedeckt.
Der Wall wurde um 670 errichtet, wie ein Balken von einem 673 gefällten Baum zeigt; damit ist die Anlage eine der wenigen Burgen aus dem 7. Jahrhundert zwischen Elbe und Rhein. Sie war bis etwa 900 bewohnt, als vermutlich die Burg auf dem Stader Spiegelberg ihre Aufgaben übernahm. Ausgrabungen ab 2007 fanden Siedlungsspuren, Öfen und eine hölzerne Kaimauer an der Schwinge.
Der Name Schwedenschanze beruht auf einem Irrtum: Lange wurde angenommen, die sichtbaren Wälle seien während der Anwesenheit schwedischer Truppen im Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert angelegt worden. Tatsächlich ist die Anlage rund 1000 Jahre älter und anhand eines Balkens von einem im Jahr 673 gefällten Baum datiert. Besucher sehen heute im Ortsteil Groß Thun am rechten Ufer der Schwinge einen grasbewachsenen Erdwall.
Der Wall liegt am rechten Ufer der Schwinge in Groß Thun, etwa 6 km von der Elbe entfernt, auf einer leicht erhöhten Sandinsel. Die Unterbrechung im Wall auf der Südwestseite ist modern; dort gelangt man hinein. Der Wall ist noch bis 5,5 m hoch erhalten und an der Basis 20–30 m breit.
Der Name Schwedenschanze beruht auf einem Irrtum: Lange hielt man die Wälle für eine schwedische Erdschanze des 17. Jahrhunderts aus dem Dreißigjährigen Krieg, doch ein Balken aus einem 673 gefällten Baum belegt ein Alter von rund 1000 Jahren mehr. Bei Grabungen 2008 kamen zudem frühmittelalterliche Ruder zutage, die ersten ihrer Art in Deutschland.
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