Westfälisches Feuerwehrmuseum, Feuerwehrmuseum in Hattingen, Deutschland
Das Westfälische Feuerwehrmuseum ist ein Brandschutzmuseum in Hattingen, das als einziges seiner Art im Ruhrgebiet gilt und zu den größten Feuerwehrmuseen Deutschlands zählt. Auf einer Fläche von rund 4.000 Quadratmetern zeigt es mehr als 60 historische und neuere Fahrzeuge sowie Kleingeräte wie Helme, Schläuche und Handpumpen aus dem 19. Jahrhundert.
Das Museum geht auf das Jahr 1985 zurück, als Feuerwehr-Enthusiasten aus Bochum zwei Fahrzeuge retteten, die außer Dienst gestellt werden sollten: einen Opel-Blitz-Löschzug und eine Magirus-Drehleiter. Umliegende Feuerwehren und Industriebetriebe spendeten nach und nach weitere Fahrzeuge, und 2006 zog die Sammlung an ihren heutigen Standort an der Henrichs-Allee.
In der Region war Brandschutz eng mit der Schwerindustrie verbunden, und viele der ausgestellten Fahrzeuge stammen von Werksfeuerwehren großer Ruhrgebietsunternehmen wie Krupp. Besucher können an der Ausstellung ablesen, wie anders die Arbeit von Feuerwehrleuten in Fabrikumgebungen aussah.
Das Museum öffnet dienstags zwischen 14 und 17 Uhr sowie samstags von 11 bis 13 Uhr; Besuche außerhalb dieser Zeiten können auf Anfrage vereinbart werden. Geführte Touren sind im Voraus buchbar und geben einen tieferen Einblick in die Sammlung.
Ein Fahrzeug der Sammlung sticht besonders hervor: ein schwerer Löschzug von Klöckner-Humboldt-Deutz aus dem Jahr 1942, der zeigt, wie Feuerwehren im Zweiten Weltkrieg ausgerüstet waren. Das Gebäude selbst hat ebenfalls eine Geschichte: Es ist ein restaurierter Bau aus dem Jahr 1611 und erinnert in seiner Form an ein altes Bügeleisen.
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