Großherzogliches Palais, Barockpalast in Heidelberg, Deutschland
Das Großherzogliche Palais ist ein 1717 vom Architekten Louis Rémy de la Fosse begonnener und 1719 vollendeter Barockbau am Karlsplatz. Nach 1805, als es den Großherzögen von Baden als Palast diente, wurde seine Fassade im klassizistischen Stil umgestaltet.
Das Palais wurde um 1717 vom Darmstädter Architekten Louis Remy de la Fosse für Philipp Karl von Hundheim begonnen, der den Rohbau 1718 an Adamo Ernst von der Sachs und seine Frau verkaufte, die das Gebäude 1719 fertigstellten. 1768 gelangte es an Kurfürst Karl Theodor, der die Landschreiberei dort unterbrachte. Ab 1805 diente es den Großherzögen von Baden als Palast, die die Fassade im Stil des Klassizismus modernisieren ließen. Seit 1909 ist es Sitz der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Seit 1909 ist das Gebäude Sitz der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, die damals als gelehrte Gesellschaft des Landes gegründet wurde. Ihre Mitglieder sind gewählte Forschende, die hier zu Sitzungen und Forschungsvorhaben zusammenkommen. Das Palais am Karlsplatz führt damit eine wissenschaftliche Nutzung fort, die im frühen 20. Jahrhundert begann.
Das Gebäude befindet sich auf der südlichen Seite des Karlsplatz im Zentrum Heidelbergs und ist leicht von verschiedenen Seiten zugänglich. Die zentrale Lage macht einen Besuch einfach mit anderen Zielen in der Altstadt zu verbinden.
Das Gebäude durchlief mehrere Phasen unter verschiedenen Adelsfamilien, bevor es Eigentum des Staates wurde und eine neue Rolle als Forschungszentrum erhielt. Diese Umwandlung von privater Adelsresidenz zu wissenschaftlicher Institution macht es zu einem Beispiel für die sich verändernde Nutzung historischer Gebäude.
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