Palais Boisserée, Barockpalais am Karlsplatz, Heidelberg, Deutschland
Das Palais Boisserée ist ein barockes Gebäude, das sich an der Nordseite des Karlsplatzes erstreckt und aus dem frühen 18. Jahrhundert stammt. Die Fassade zeigt klassische architektonische Merkmale mit einem länglichen Grundriss, der einen großen Teil des Platzes prägt.
Gebaut wurde das Gebäude zwischen 1703 und 1705 als Residenz und Büro des Präsidenten der Handelskammer. Die Familie Boisserée übernahm es später und sammelten hier deutsche und niederländische Kunstwerke, bevor die Sammlung nach München ging.
Die Namensgebung des Palais geht auf die Familie Boisserée zurück, die das Gebäude als Kunstsammler nutzten und regelmäßig Besucher aus der gesamten Region anzog. Heute kann man an der Fassade und den Räumen noch die damalige Bedeutung als Ort der Kunstbetrachtung erkennen, auch wenn sich die Nutzung längst gewandelt hat.
Das Gebäude beherbergt heute ein Institut der Universität Heidelberg, sodass es nicht regelmäßig für Besucher offensteht. Die beste Erfahrung macht man, indem man die Außenfassade von der Karlsplatz aus betrachtet und die historische Architektur von außen erlebt.
Die Kunstsammlung, die einst in den Räumen des Palais zusammengetragen wurde, bildete den Grundstein für eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Deutschlands. Diesen Ursprung in Heidelberg verdankt eines der wichtigsten Museen Münchens einem kleinen Palais an der Karlsplatz.
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