The German Pharmacy Museum, Pharmaziemuseum im Heidelberger Schloss, Deutschland.
Das Deutsche Apotheken-Museum nutzt elf Räume des Heidelberger Schlosses im Ottheinrichsbau, im Ludwigsbau und im Apothekenturm. Zu sehen sind sieben vollständige Apothekeneinrichtungen aus Renaissance, Barock und Biedermeier sowie eine Offizin der 1930er Jahre, die weltweit größte Sammlung emailbemalter Gläser des 18. Jahrhunderts und Majoliken und Fayencen des 16. bis 18. Jahrhunderts.
Das Museum wurde 1937 als gemeinnützige Stiftung gegründet; den Grundstock bildete die private pharmaziegeschichtliche Sammlung von Walter Heinrici, die auf Anordnung des Reichsapothekerführers Albert Schmierer dorthin gelangte. 1938 eröffnete es in München; das Gebäude wurde 1943 fast völlig zerstört, der Großteil der Sammlung war zuvor ausgelagert worden. Nach dem Krieg kamen die Bestände in die Neue Residenz in Bamberg, seit 1957 befinden sie sich im Heidelberger Schloss und verteilen sich auf elf Räume.
Das Museum zeigt Apotheken-Innenräume aus verschiedenen Epochen, die zeigen, wie Apotheker früher arbeiteten und ihre Geschäfte einrichteten. Man sieht alte Regale, Flaschen und Möbel, die einen Eindruck davon geben, wie diese Orte aussahen und welche Rolle sie im Leben der Stadt spielten.
Das Museum verteilt sich auf elf Räume im Ottheinrichsbau, im Ludwigsbau und im Apothekenturm des Heidelberger Schlosses. Der Apothekengarten, bepflanzt nach historischen Pflanzenbüchern wie dem Katalog des Hofapothekers Philipp Stefan Sprenger, liegt in einem nicht öffentlich zugänglichen Teil der Schlossanlage und ist nur per Führung zu besichtigen.
Im kuppelüberwölbten Raum des Apothekenturms ist ein historisches Laboratorium mit vielen originalen Gerätschaften nachgestellt. Das Museum besitzt zudem die weltweit größte Sammlung emailbemalter Apothekengläser des 18. Jahrhunderts sowie technische Gläser des 17. bis 19. Jahrhunderts.
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