Hortus Palatinus, Barockgarten am Heidelberger Schloss, Deutschland
Der Hortus Palatinus ist ein Barockgarten am Heidelberger Schloss mit mehreren Terrassen, geometrisch angelegten Blumenbeeten, Grotten und Wasserspielplätzen. Die Anlage erstreckt sich die Hänge hinab und verbindet Gartenbau mit Architektur zu einem aufwendigen Ganzen.
Der Garten entstand 1614 als Geschenk des Kurfürsten Frederick V. an seine Gattin Elisabeth Stuart, entworfen vom französischen Ingenieur Salomon de Caus. Der Krieg des 17. Jahrhunderts zerstörte vieles, doch Teile der Anlage bestehen bis heute.
Der Garten zeigt noch heute die Vorliebe der Zeit für exotische Pflanzen und technische Spielereien, die Besucher in die Welt der frühen Neuzeit versetzen. Das Gelände war einst ein Ort der Wissenschaft und des Vergnügens zugleich, wo Natur und Handwerk sich begegneten.
Besucher können das ganze Jahr über mehrere erhaltene Terrassen erkunden und haben Ausblicke auf Heidelberg und das Neckarthal. Das Gelände ist hügelig, daher ist festes Schuhwerk empfohlen und manche Wege erfordern Grundkondition.
Im 17. Jahrhundert gab es hier ein Wasserorgel und automatische Singvögel, die mit Wasserkraft angetrieben wurden. Diese mechanischen Wunder zeigen, wie fortgeschritten die Technik damals war, obwohl von ihnen heute nichts mehr funktioniert.
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