Feggendorfer Stollen, Besucherbergwerk Kohle in Lauenau, Deutschland
Der Feggendorfer Stolln ist ein Steinkohlebergwerk auf 255 m über NN im Deister bei Feggendorf, einem Ortsteil von Lauenau, in einer Senke zwischen zwei Quelltälern des Schlierbachs. Zur Anlage gehören das restaurierte Stollenmundloch, ein Streckensystem und ein 2013 in Betrieb genommenes Zechenhaus. Seit 2017 ist er eines von drei anerkannten Lehrbergwerken in Deutschland.
Der Bergbau im Deister ist ab 1738 mit der Ersterwähnung eines Steinkohleflözes belegt, die Auffahrung des Feggendorfer Stollns begann jedoch erst am 31. Oktober 1831; nach 103 Metern konnte 1832 die Förderung starten. 1862 wurde der Stollen durchschlägig mit dem Hohenbosteler Stollen verbunden, dessen Belüftung durch den Höhenunterschied von etwa 100 m zwischen beiden Mundlöchern entstand. Die Jahresförderung stieg von 840 auf 1600 t und fiel auf 540 t; 1879 wurde die Zeche aufgegeben und bis 1895 zur Belüftung des Hohenbosteler Stollens instand gehalten.
Der Name der Zeche stammt vom Ortsteil Feggendorf; ihr Mundloch liegt auf 255 m über NN in einer Senke zwischen zwei Quelltälern des Schlierbachs. Seit Frühjahr 2017 ist sie eines von drei anerkannten Lehrbergwerken Deutschlands, in dem Auszubildende und Studenten der Bergbaufächer Praktikumsschichten fahren und das Handwerk „von der Picke auf“ lernen. Ein Bergfest nahm im September 2013 das neu errichtete Zechenhaus in Betrieb.
Besuchergruppen sollten im Voraus anmelden, um eine Fuhrung durch die unterirdischen Bereiche zu erhalten und die Sicherheitsvoraussetzungen zu erfassen. Die Kleidung sollte warm und praktisch sein, da die Umgebung unterirdisch und kuhl ist.
Seit Frühjahr 2017 ist der Feggendorfer Stolln als eines von drei Lehrbergwerken in Deutschland anerkannt. Ein neuer Kohlenabbau zu Lehrzwecken wurde eingerichtet, damit Auszubildende und Studenten der bergbaulichen Fachrichtungen dort Praktikumsschichten absolvieren und das Handwerk von der Picke auf erlernen können.
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