Margarethenkirche, Lutherische Kirche in Gotha, Deutschland
Die Margarethenkirche ist eine spätgotische Hallenkirche am Gothaer Neumarkt, erstmals 1064 erwähnt und ab 1494 auf den Fundamenten einer romanischen Basilika errichtet. Ihr quadratischer Steinturm, vollendet 1542, trägt eine Uhr und ein mehrstufiges Kuppeldach; im Inneren fallen das weiße Gewölbe, eine erhöhte Empore mit Holzbänken und eine geschwungene Steintreppe mit geschnitzter Balustrade auf.
Die 1064 erstmals erwähnte Kirche wurde ab 1494 auf den Fundamenten einer romanischen Basilika als spätgotische Hallenkirche neu errichtet. 1522 verkündete Pfarrer Johann Langenhan hier das Evangelium, womit St. Margarethen die erste evangelisch-lutherische Kirche Gothas wurde; Friedrich Myconius ordnete ab 1524 die Reformation in der Stadt. 1542 war der Turm vollendet, 1725–1727 wurde der Innenraum barock umgebaut, und nach der Zerstörung durch eine Luftmine 1944 erfolgte 1952–1955 der Wiederaufbau.
Der Name erinnert an die heilige Margareta, der die mittelalterliche Kirche geweiht war. Seit 1522, als Pfarrer Johann Langenhan hier das Evangelium verkündete, ist die Gemeinde die erste evangelisch-lutherische Gothas. Skulpturen von Luther und Melanchthon, 1904 vom Gothaer Bildhauer Christian Behrens geschaffen, rahmen das gotische Brautportal.
Das Gebäude liegt zentral in Gotha und ist zu Fuß vom historischen Stadtzentrum aus erreichbar. Besucher sollten prüfen, wann Gottesdienste oder Öffnungszeiten sind, bevor sie hinkommen, da dies die Zugänglichkeit beeinflussen kann.
Unter dem Chor liegt die herzogliche Gruft, in der 1675 Herzog Ernst der Fromme als erstes Mitglied des Hauses Sachsen-Gotha-Altenburg beigesetzt wurde; bis zur Fertigstellung der Gruft auf Schloss Friedenstein 1680 wurden hier auch seine Gemahlin Elisabeth Sophia und mehrere früh verstorbene Kinder bestattet. Auch Herzog Friedrich III., gestorben 1772, ruht in der Kirche.
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