Flechtheimspeicher, Architekturdenkmal am Dortmund-Ems-Kanal, Münster, Deutschland.
Der Flechtheimspeicher ist ein achtgeschossiger Backsteinbau am Mittelhafen in Münster, der sich entlang des Hafenbeckens erstreckt. Das Gebäude verbindet Industriearchitektur mit gusseisernen Kapitellen und hölzernen Deckenbalken, während es heute verschiedene kulturelle und Büronutzungen beherbergt.
Emil Flechtheim, ein prominenter jüdischer Getreidehändler, ließ das Gebäude 1899 errichten, als sein Unternehmen zu den größten Getreidefirmen Deutschlands zählte. Der Industriebau dokumentiert die Bedeutung des Münsteraner Hafens für die Wirtschaft der Region in der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.
Der ehemalige Getreidespeicher beherbergt heute das Wolfgang Borchert Theater, das 2014 nach umfangreichen Renovierungen der Industriestruktur eröffnet wurde.
Der Bau liegt unmittelbar am Hafen und ist leicht zu erreichen, mit klaren Zugangsmarkierungen für Besucher der einzelnen Einrichtungen. Das Gebäude besitzt mehrere separate Eingänge, daher empfiehlt sich vorherige Orientierung je nachdem, welche Institution oder welchen Bereich man besuchen möchte.
Der Speicher verbindet sich mit dem benachbarten Rhenus-Lagerhaus durch eine gemeinsame Treppe, was ein seltenes Merkmal für getrennte Industriegebäude dieser Zeit darstellt. Die unterschiedlichen Deckenabstände zwischen 3,10 und 3,80 Metern im gesamten Gebäude ermöglichten flexible Lagerkonfigurationen für verschiedene Getreidearten.
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