Synagoge, Jüdische Synagoge in Münster, Deutschland
Die Synagoge Münster steht an der Klosterstraße an der Promenade; sie wurde von dem Architekten Helmut Goldschmidt entworfen und am 12. März 1961 eingeweiht. Die nach außen sichtbaren tragenden Elemente sind aus Stahlbeton, die Außenwände mit rotem Backstein verklinkert. Mittig an der Giebelfassade zur Promenade ist der Davidstern zu sehen, auf der gegenüberliegenden Seite die Menora. Der Betsaal bietet etwa 100 Menschen Platz und schließt an ein Gemeindezentrum an, das sich um einen Innenhof mit Gartenfläche gruppiert und Rabbinat, Gemeindesaal, Unterrichtsräume, eine Hausmeisterwohnung und die Mikwe umfasst.
Das Gebäude wurde 1961 erbaut und stellte eine Neubegründung nach der Zerstörung des vorherigen Gebäudes dar. Dies markierte eine wichtige Wiederaufnahme religiösen Lebens für die jüdische Gemeinschaft nach dem Krieg.
Das Gemeindezentrum um den Innenhof umfasst Rabbinat, Gemeindesaal, Unterrichtsräume, eine Hausmeisterwohnung und die Mikwe, das rituelle Tauchbad. Eine Gedenktafel vor dem Bau erinnert daran, dass der einzige erhaltene Grabstein des mittelalterlichen jüdischen Friedhofs von 1324 in der Synagoge aufbewahrt wird; er ist der älteste erhaltene jüdische Grabstein Westfalens.
Das Gebäude befindet sich in der Innenstadt und ist von der Straße aus leicht zu finden. Besucher sollten sich vorher informieren, da der Zugang manchmal eingeschränkt ist und es ratsam ist, den Kontakt zur Gemeinde aufzunehmen.
Der älteste erhaltene jüdische Grabstein Westfalens von 1324 wird in der Synagoge aufbewahrt; er stand einst auf dem mittelalterlichen jüdischen Friedhof auf dem Gelände des heutigen Gymnasiums Paulinum, der nach den Verfolgungen von 1350 eingeebnet wurde.
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