Glocken- und Stadtmuseum, Glocken- und Stadtmuseum in Apolda, Deutschland
Das Glocken-StadtMuseum befindet sich in einer klassizistischen Fabrikantenvilla in der Bahnhofstraße 41, die 1854 für den Verleger Wilhelm Junge erbaut wurde. Seine fünf Glockenabteilungen behandeln Glockenarchäologie, die europäische Turmglocke in einem rekonstruierten Glockenstuhlraum, Guss und Läuten, außereuropäische Glocken sowie Glocken in Kunst und Musik. In den Erdgeschossräumen zeigt das Stadtmuseum die Apoldaer Textilindustrie mit Maschinen, Mustern und Kleidungsstücken.
1854 ließ der Verleger Wilhelm Junge das Wohnhaus errichten, 1857 kam ein Lagerhaus hinzu; eine weltweite Handelskrise führte 1859 zur Versteigerung. 1860 erwarb Franz Kreiter von Chr. Zimmermann & Sohn Haus und Grundstück, 1924 verkauften seine Erben an die Stadt Apolda. 1951 eröffnete hier das Stadtmuseum, 1952 folgte das Glockenmuseum; im Januar 2024 schloss das Haus für die Sanierung, am 25. Mai 2024 öffnete das Interimsmuseum im Eiermannbau.
Seit der Umgestaltung von 1992 dürfen Besucher viele der ausgestellten Glocken anfassen und anschlagen, der Klang gehört zum Rundgang. Eine Abteilung verfolgt Glockenmotive in Kunst, Literatur, Sprache und Musik. In den 2010er Jahren erhielt das Haus seinen heutigen Namen, weil die stadtgeschichtliche Abteilung hinzukam.
Das Museum sitzt in einer klassizistischen Villa in der Bahnhofstraße 41; das Gebäude ist nicht rollstuhlgerecht. Seit Januar 2024 ist das Haus für eine Sanierung geschlossen, das Interimsmuseum öffnete am 25. Mai 2024 im Eiermannbau in der Auenstraße 11. Vor dem Besuch prüfen, welcher Standort derzeit offen ist.
Besucher können in diesem Museum viele der ausgestellten Glocken selbst läuten und dabei deren Klang und Vibration direkt erleben. Ein besonders interessantes Highlight ist eine große Wanddekoration, die die alte Wollproduktion der Stadt darstellt und an die textile Vergangenheit erinnert.
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