Haus Bruch, ehemaliges Rittergut in Hattingen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Haus Bruch ist eine ehemalige befestigte Anlage in Hattingen an der Ruhr, die erstmals 1217 erwähnt wird. Das ursprüngliche Gebäude stand auf sumpfigem Gelände und war mit dicken Mauern, einem Bergfried, Wassergräben und einer Fallbrücke ausgestattet.
Das Gut wurde 1217 als fester Rittersitz der Familie von Broich erste Mal erwähnt und diente über Jahrhunderte als Verwaltungszentrum für die umliegenden Dörfer. Im Laufe der Zeit wechselte die Herrschaft mehrmals die Hand, bis die Familie Sombart 1789 das Anwesen kaufte und später ein Industriebetrieb auf dem Gelände entstand.
Das Haus war Sitz einer adeligen Familie und prägte das Leben in der Region über Jahrhunderte hinweg. Die Familie von Broich nutzte das Gut, um ihre Macht in der Gegend auszuüben und die umliegenden Dörfer zu verwalten.
Der Besuch des historischen Ortes erfordert vorherige Planung, da die Anlage nicht ständig öffentlich zugänglich ist. Bequeme Schuhe sind empfehlenswert, da das Gelände uneben sein kann und sich in einer feuchten Umgebung nahe der Ruhr befindet.
Die Anlage war mit einer eigenen Kornmühle ausgestattet, deren Betrieb 1593 durch Herzog Wilhelm von Kleve genehmigt wurde und die Versorgung des Guts sicherte. Heute erinnern nur noch alte Aufzeichnungen und archivierte Dokumente an diese einst bedeutsame Selbstversorgung.
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