Haus Donk, Ehemalige Wasserburg in Vorst, Tönisvorst, Deutschland
Haus Donk ist ein Wasserschloss in Tönisvorst, das sich durch einen Wassergraben auszeichnet, der das Hauptgebäude umgibt und eine Mischung aus Befestigungselementen und Wohnarchitektur zeigt. Die Anlage nutzt die Wasserlage als strukturelles Merkmal für ihre Gesamtkomposition.
Haus Donk ist 1259 als kurkölnisches Mannlehen belegt; der rechte Fachwerkturm wurde um 900 von den Franken auf einer künstlichen Motte errichtet. Um 1550 folgte ein Renaissanceturm, und die Burg diente als Grenzbefestigung des kurkölnischen Amtes Kempen gegen die Herzogtümer Jülich und Geldern. Im 19. Jahrhundert zerstört, wurde sie in den 1970er Jahren wieder aufgebaut und ab Anfang der 1990er Jahre vom Architekten Georg Rütten für den Eigentümer Rod Hützen restauriert.
Der Name Donk bezeichnet einen bebaubaren, erhöhten Platz im Sumpfgebiet und meint damit den Standort selbst. Von 2004 bis 2007 wohnte hier der US-amerikanische Nationaltorhüter Kasey Keller, damals bei Borussia Mönchengladbach. Danach nutzte das Standesamt Tönisvorst den Rittersaal für Eheschließungen, und das Anwesen konnte für Feiern gebucht werden.
Haus Donk ist in Privatbesitz und wurde nach den ab Februar 2020 begonnenen Renovierungen weiterverkauft; es ist kein regelmäßig geöffnetes Denkmal, Besuche hängen von der Regelung des Eigentümers ab. Der Graben der einstigen Vorburg mit ihrem Bauernhof ist noch zu erkennen, und die Anlage liegt im Tönisvorster Ortsteil Vorst im Kreis Viersen.
Der rechte Fachwerkturm wurde um 900 n. Chr. von den Franken auf einer künstlich geschaffenen Anhöhe, einer Motte, als wehrhafte Anlage errichtet; das tägliche Leben fand in der Vorburg statt, einem Bauernhof, dessen Burggraben heute noch erkennbar ist. Das heutige Herrenhaus ist nur etwa ein Drittel des ursprünglichen Herrenhauses.
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