Leuchtfeuer Geestemündung, Geschütztes Kulturdenkmal Leuchtturm im Stadtteil Mitte, Bremen, Deutschland
Der Leuchtturm Geestemole Nord ist eine rote Backsteinkonstruktion mit einer Höhe von 14 Metern, die am Eingang der Geeste zur Weser steht. Das Gebäude besitzt eine charakteristische Laterne, die das Hafenbecken beleuchtet und vom Wasser aus sichtbar ist.
Das Gebäude wurde zwischen 1912 und 1914 errichtet und ersetzte einen älteren, nur acht Meter hohen Leuchtturm von 1857. Diese Erneuerung war Teil der Hafenerweiterung, als Bremen seine maritimen Anlagen modernisierte.
Die beiden Feuer an der Geestemündung führen im Leuchtfeuerverzeichnis des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie die Namen Geeste, N und Geeste, S. Das Nordfeuer zeigte ein festes rotes Licht für die Backbordseite der Einfahrt, das gegenüberliegende Südfeuer ein festes grünes Licht. Die erste Version des Südfeuers von 1899 trug eine Glocke unter der Laterne für Nebelschallsignale.
Die Nordmole ist seit 2015 wegen Baufälligkeit für die Öffentlichkeit gesperrt, und das Leuchtfeuer wurde 2022 nach dem teilweisen Einsturz der Mole abgetragen. Das Gelände ist daher nicht zugänglich; der Wiederaufbau von Mole und Turm ist geplant, die Arbeiten für die neue Mole beginnen im Herbst 2025. Bis dahin ist die Anlage nur aus der Ferne zu sehen.
Der Turm von 1914 trug ein rotes Feuer für die Backbordseite der Geesteeinfahrt, doch Berichte von 1949 und 1954 nennen seine Turmhaube grün gestrichen. Paul Ernst Wilke malte sie auf einem Bild von 1957 rot, nachdem er sie zuvor grün gemalt hatte; die Haube wurde also vermutlich 1955/56 dem roten Feuer angepasst.
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