Stallhof, Renaissanceturnierplatz in der Altstadt, Dresden, Deutschland
Der Stallhof ist ein Renaissance-Turnierhof im Herzen Dresdens mit einer 102 Meter langen Arkadenanlage, die von toskanischen Säulen getragen wird. Die Anlage wird von zwei bronzenen Turniersäulen geprägt, die der italienische Meister Giovanni Maria Nosseni schuf.
Der Hof wurde zwischen 1586 und 1591 unter Kurfürst Christian I. erbaut und diente als Austragungsort für Reiterturniere, Jagden und Kampfspiele des Hofes. Diese Funktionen zeigen, wie wichtig das Gelände für die Repräsentation der fürstlichen Macht war.
Die äußere Wand zeigt den Fürstenzug, ein beeindruckendes Wandbild aus Meißener Porzellanfliesen, das sächsische Herrscher und wichtige Persönlichkeiten darstellt. Dieses Kunstwerk ist ein Ort, wo Geschichte in Form von handwerklich gefertigten Fliesen zum Leben erwacht und zieht täglich Besucher an, die die Details studieren.
Der Stallhof ist täglich frei zugänglich und liegt zentral in der Altstadt, was ein einfaches Erkunden ohne lange Anfahrtswege ermöglicht. Die flache Bodenfläche und breiten Arkaden ermöglichen das Betreten des Geländes für Menschen mit Mobilitätsschwierigkeiten.
Das Gelände verbindet zwei wichtige Gebäude, das Georgium und das Johanneum, und zeugt von einer durchdachten Stadtplanung der Renaissance. Diese räumliche Anordnung zeigt, wie funktional und verbindend die städtische Struktur Dresdens damals gestaltet wurde.
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