Klausenburg, Gebäudekomplex in Koblenz
Die Klausenburg ist ein Gebäudekomplex in Koblenz-Ehrenbreitstein, der aus Bruchstein gebaut und mit sieben Türmen und zwölf Türen ausgestattet ist. Die Anlage umfasst heute über 27 Räume unterschiedlicher Größe und zeigt Merkmale sowohl von Befestigungsbauten als auch von Wohnarchitektur.
Das Gebäude entstand 1828 zunächst als Kelterhaus zur Wein- oder Obstverarbeitung aus Bruchstein. Ab 1856 wurde es von einem Architekten namens Karl Cohausen umgebaut und erhielt einen großen Saal sowie Befestigungselemente wie Schießscharten für die Stadtverteidigung von Ehrenbreitstein.
Die Klausenburg trägt ihren Namen seit etwa 1900 und spiegelt die Wandlung von einer Befestigungsanlage zu einem Wohnhaus wider. Besucher können heute an den massiven Bruchsteinmauern und den sieben Türmen ablesen, wie die Architektur verschiedene Epochen und Nutzungsweisen miteinander verbunden hat.
Das Gebäude liegt in Koblenz-Ehrenbreitstein an der Klausenbergweg und ist Teil des größeren Festungskomplexes der Region. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen, da die Anlage auf einem steilen Hügel liegt und die umliegenden Wege uneben sein können.
Das Gebäude sollte 1860 verkauft werden, fand aber keinen Käufer, und später war es Preis bei einem Schießwettbewerb, der jedoch endete, als der Organisator mit Geld floh. Diese ungewöhnlichen Episode zeigt, wie wertvoll und zugleich schwer zu vermarkten die Immobilie in der damaligen Zeit war.
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