Matrosenstation Kongsnæs, Maritimes Architekturensemble am Jungfernsee, Potsdam, Deutschland.
Matrosenstation Kongsnaes ist ein Holzbau-Ensemble am Jungfernsee in Potsdam mit norwegischen Architekturmerkmalen wie Drachenstil-Verzierungen an den Fassaden. Die Anlage besteht aus einem Empfangspavillons, einem Bootsspeicher und drei Wohngebäuden, die alle mit charakteristischen Holzkonstruktionen errichtet wurden.
Kaiser Wilhelm II. ließ diese Marinestation zwischen 1891 und 1895 durch den norwegisch-deutschen Architekten Holm Hansen Munthe errichten. Das Projekt war Teil des Ausbaus der Potsdamer Wasserstraßen als Vergnügungsroute für die königliche Familie.
Der Ort trägt norwegische Namen und wurde nach skandinavischen Vorbildern gestaltet, was die Verbindung des preußischen Hofes zu nordischen Kultureinflüssen zeigt. Die Holzgebäude vermitteln bis heute den Eindruck eines nordischen Hafenplatzes inmitten der Mark Brandenburg.
Der Ort ist von der Seeseite aus gut zu erreichen und kann auf verschiedenen Rundwegen oder mit dem Boot angesteuert werden. Im Inneren funktioniert eine Gaststätte, die zu bestimmten Zeiten geöffnet ist und an warmen Tagen ein beliebter Anlaufpunkt für Besucher am See ist.
Die Baudetails zeigen echte norwegische Handwerkstechniken, darunter spezielle Holzverbindungen und Verarbeitungsmethoden, die selten in Deutschland zu sehen sind. Diese Konstruktionsweise versetzte die Gebäude in die Lage, mehr als ein Jahrhundert ohne grundlegende Veränderungen zu bestehen.
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