Sprengplatz Grunewald, Explosivstoff-Lager und Sprenggelände in Steglitz-Zehlendorf, Deutschland.
Der Sprengplatz Grunewald ist eine Anlage zur Lagerung und kontrollierten Vernichtung von Sprengstoff und Kampfmitteln im Waldgebiet des Nikolassee-Viertels in Steglitz-Zehlendorf. Das Gelände wird vom Berliner Kampfmittelräumdienst genutzt, um gefundene Munition sicher zu entschärfen und zu vernichten.
Die Anlage wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eingerichtet, als im Boden Berlins große Mengen nicht explodierter Munition entdeckt wurden. Bauarbeiten und Erdarbeiten legten immer wieder Bomben und Granaten frei, was eine dauerhafte Einrichtung zur kontrollierten Vernichtung notwendig machte.
Berliner Einwohner erhalten regelmäßige Benachrichtigungen über geplante Sprengungen als Teil des städtischen Engagements für die öffentliche Sicherheit.
Das Gelände ist nicht öffentlich zugänglich. Vor geplanten Sprengungen werden die umliegenden Wohngebiete informiert, damit sich die Bewohner auf laute Detonationen und Erschütterungen vorbereiten können.
Im Jahr 2022 brach auf dem Gelände ein Brand aus, der sich schwer löschen ließ und dabei Sprengstücke in den umliegenden Wald schleuderte. Das Feuer zeigte, wie unberechenbar jahrzehntealte Munition selbst unter kontrollierten Bedingungen sein kann.
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