AVUS, Historische Straße und Rennstrecke in Berlin, Deutschland
Die AVUS ist eine Autobahn im Berliner Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf, die sich von Nord nach Süd über etwa neun Kilometer (fünfeinhalb Meilen) erstreckt und den Westen der Stadt mit dem Grunewald verbindet. Zwei Fahrbahnen verlaufen parallel zueinander durch bewaldete Gebiete und werden durch einen Mittelstreifen getrennt, der in früheren Jahrzehnten als Gegenfahrbahn für Rennen diente.
Der Bau begann vor dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1913 und wurde erst 1921 abgeschlossen, nachdem Krieg und Inflation die Arbeiten unterbrochen hatten. In den folgenden Jahrzehnten fanden dort zahlreiche Rennen statt, bis die Strecke schließlich in den 1990er-Jahren endgültig zur reinen Autobahn wurde.
Der Name steht für Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße, und Autofahrer nutzen sie heute als ganz normale Autobahn durch den Westen der Stadt. Wer früher als Zuschauer kam, sah auf den Tribünen die Rennwagen vorbeiziehen, während heute nur noch der tägliche Verkehr das Bild prägt.
Die Autobahn lässt sich am besten mit dem eigenen Fahrzeug befahren, doch Radfahrer und Fußgänger können den parallel verlaufenden Wald nutzen, um die Strecke von außen zu erleben. Wer die ehemalige Nordkurve sehen möchte, sollte den Bereich am Messegelände aufsuchen, wo Reste der alten Steilkurve noch erkennbar sind.
Am nördlichen Ende stand einmal eine Tribüne aus Holz, die Zehntausende Zuschauer aufnehmen konnte und bei Rennen bis auf den letzten Platz gefüllt war. Heute erinnert nur noch eine Gedenktafel an diese Zeit, während der Verkehr unaufhörlich vorbeizieht und kaum jemand an die lauten Motoren von einst denkt.
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