Kathreiner-Haus, Modernistisches Bürogebäude in Schöneberg, Deutschland
Das Kathreiner-Haus ist ein Bürohochhaus im Stil der Neuen Sachlichkeit im Berliner Bezirk Schöneberg, das aus zwei parallelen Seitenflügeln und einem höheren Mittelteil besteht, die zusammen einen H-förmigen Grundriss bilden. Die Fassade ist mit Travertin verkleidet, und das Gebäude wird derzeit zu einem Verwaltungsgericht umgebaut.
Das Gebäude wurde 1928 nach Plänen des Architekten Bruno Paul errichtet und diente ursprünglich als Hauptsitz des Unternehmens Kathreiner Malzkaffee. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor es seine ursprüngliche Bestimmung und wechselte im Laufe der Jahrzehnte mehrfach die Nutzung.
Das Gebäude zeigt den Stil der Neuen Sachlichkeit: klare Formen, wenig Verzierung und eine Fassade aus Travertin, die dem Bau ein warmes, steinernes Erscheinungsbild verleiht. Wer an der Fassade entlanggeht, kann die ruhige Gliederung der Fensterreihen und die Qualität des Materials aus nächster Nähe wahrnehmen.
Das Gebäude befindet sich in der Nähe des Kleistparks und ist von mehreren Seiten gut sichtbar, sodass man die H-förmige Struktur vom Gehweg aus gut erkennen kann. Am besten eignet sich ein Spaziergang rund um den Block, um die verschiedenen Fassadenabschnitte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.
Die Fassade verwendet zwei verschiedene Travertinsorten: thüringischen Stein für die Wandflächen und römischen Travertin für die Fensterrahmen, was zu einem kaum wahrnehmbaren, aber echten Farbunterschied führt. Diese Kombination zweier Travertinarten an einem einzigen Berliner Gebäude aus dieser Zeit ist außergewöhnlich selten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.