Prämonstratenserinnenkloster St. Maria zum Weiher, Köln, Kloster in Deutschland
Das Prämonstratenserinnenkloster St. Maria zum Weiher war ein Kloster für Frauen im Stadtteil Lindenthal von Köln. Die Anlage bestand aus einfachen Gebäuden um Innenhöfe herum, angelegt in einem Tal unweit der Stadtmauern nahe bei einem kleinen Weiher.
Das Kloster wurde 1198 von einer wohlhabenden Witwe namens Rigmudis gegründet und folgte zunächst den Regeln der Augustiner, bevor es Teil der Prämonstratenser-Ordnung wurde. Im Jahr 1474 wurde es während der Konflikte um Neuss aus Furcht vor Belagerungen zerstört und die Gemeinschaft zog ins Kloster St. Cäcilien um.
Das Kloster war ein Ort, an dem Frauen nach den Regeln des Heiligen Augustinus lebten und beteten. Die Gemeinschaft prägte das Viertel durch ihre Gegenwart und schuf einen ruhigen Raum inmitten des städtischen Lebens.
Das ehemalige Klostergelände befindet sich in der Nähe der Malteser-Klinik an der Ecke Universitätsstraße und Bachemer Straße. Heute ist das Areal Teil des Grünrings der Stadt und mit Auto oder Bus leicht erreichbar, wobei nichts von den ursprünglichen Gebäuden sichtbar ist.
Das Kloster war ein wichtiger Treffpunkt für Adlige und Könige, die sich dort zu Verhandlungen trafen, was es zu einem neutralen Ort in der Stadtpolitik machte. Diese Rolle ist heute kaum bekannt, obwohl sie zeigt, wie religiöse Orte in der mittelalterlichen Stadt funktionierten.
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