Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen, Historisches Museum in Halle (Saale), Deutschland.
Die Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen ist ein Museum in Halle (Saale), das rund 3.000 Objekte aus Naturkunde und Kunst in originalen barocken Schränken zeigt. Es befindet sich im historischen Gebäude des Waisenhauses innerhalb des Stiftungsgeländes.
August Hermann Francke legte die Sammlung zu Beginn des 18. Jahrhunderts als Wunderkammer an, um sie in seinen Bildungseinrichtungen zu nutzen. Sie entstand in einer Zeit, als solche Kabinette als Mittel galten, die Welt zu verstehen und Kindern das Staunen beizubringen.
Die Sammlung ist noch immer in den originalen barocken Schränken aufgestellt, genau wie vor 300 Jahren. Wer durch den Raum geht, sieht, wie man damals Natur, Kunst und Wundersames nebeneinander stellte, ohne große Unterschiede zu machen.
Das Museum ist Teil des weitläufigen Geländes der Franckeschen Stiftungen, weshalb es sich lohnt, etwas Zeit einzuplanen, um sich zurechtzufinden. Die Kabinette sind dicht bestückt, daher sollte man sich beim Betrachten der einzelnen Objekte keine Eile lassen.
Ein ausgestopftes Nilkrokodil hängt von der Decke und war von Anfang an eines der Prachtstücke der Sammlung. Noch bemerkenswerter ist vielleicht ein Stück versteinerten ungarischen Käses, der neben zoologischen und ethnografischen Objekten ausgestellt ist und zeigt, wie weit der Begriff Kuriosität damals gefasst wurde.
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