Lappan, Glockenturm in Oldenburg, Deutschland.
Der Lappan ist ein mittelalterlicher Stadtturm in der Innenstadt von Oldenburg, der sich durch eine markante Renaissancekuppel aus Kupfer und ein Zifferblatt an der Steinfassade auszeichnet. Er steht an einem zentralen Platz, der von Fußgängerzonen umgeben ist, und ist von den meisten Punkten der Altstadt aus sichtbar.
Der Turm wurde im 14. Jahrhundert als Teil des Heilig-Geist-Hospitals errichtet und diente ursprünglich als Stadttor und Wachturm. Die charakteristische Kupferkuppel wurde nach einem Stadtbrand im Jahr 1709 aufgesetzt und prägt seitdem das Erscheinungsbild des Bauwerks.
Der Lappan gilt in Oldenburg als inoffizieller Treffpunkt der Innenstadt, wo sich Einheimische verabreden und Touristen sich orientieren. Der Platz rund um den Turm wird regelmäßig für Wochenmärkte und Stadtfeste genutzt.
Im Erdgeschoss des Turms befindet sich das Oldenburg-Info-Zentrum, wo Besucher Stadtpläne, Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungshinweise erhalten können. Der Standort eignet sich gut als Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die Innenstadt, da die meisten Straßen der Altstadt von hier aus zu Fuß gut erreichbar sind.
Der Name 'Lappan' leitet sich wahrscheinlich vom mittelniederdeutschen Wort für 'Lumpen' oder 'Arme' ab, was auf die ursprüngliche Funktion des angrenzenden Hospitals für Bedürftige hinweist. Dieser soziale Ursprung steht im starken Kontrast zur heutigen Funktion als Wahrzeichen und Touristeninformation.
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