Lützendorf-Kasernen, Militärkaserne in Weimar, Deutschland.
Die Lützendorf-Kaserne liegt im Norden Weimars und besteht aus mehreren Gebäuden, die parallel zum Hang des Ettersbergs entlang der Lützendorfer Straße angeordnet sind. Das Gelande war in zwei Sektionen geteilt, mit Armeeeinheiten auf der Westseite und Luftwaffeneinheiten auf der Ostseite der Ettersburger Straße.
Die Kaserne wurde in den 1930er Jahren während der Rüstungsexpansion Deutschlands erbaut. Das Gelande war zuvor der Standort des Mittelalter-Dorfes Lützendorf, das 1451 zerstört wurde.
Der Schriftsteller Wolfgang Borchert war 1941 in der Kaserne stationiert und diente beim Panzer-Nachschub-Bataillon 81 im Tannenberg-Bereich. Sein Aufenthalt verbindet die Kaserne mit der deutschen Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Das Gelande ist leicht zugänglich und die Gebäude sind von außen sichtbar, obwohl nicht alle Bereiche offen sind. Die beste Jahreszeit zum Besuch ist Frühling bis Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Umgebung grün wirkt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte die Kontrolle der Kaserne von der US-Armee zu sowjetischen Truppen der 8. Gardarmee. Dieser Wechsel machte die Kaserne zu einem wichtigen Punkt der deutschen Teilung während des Kalten Krieges.
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