Hetzerhallen Weimar, Industrielles Kulturerbegebäude in Weimar, Deutschland.
Die Hetzerhallen Weimar sind Fabrikgebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert mit zwei Hallen, die durch innovative Holzbalkenträger große Dachspannen ohne Innenstützen ermöglichten. Die Konstruktion nutzte damals revolutionäre Techniken, um offene Arbeitsflächen zu schaffen und zeigt die praktischen Lösungen von Industriebaumeistern dieser Zeit.
Die Gebäude wurden 1907 von einem Holzbearbeitungsunternehmen errichtet und basierten auf neuartigen Balkenverbindungen, die damals Grenzen in der Holzrahmenkonstruktion verschoben. Diese Techniken beeinflussten später den Bau großflächiger Holzstrukturen in anderen Teilen Europas.
Die Hallen waren Treffpunkte für Handwerk und Gewerbe in der Stadt und zeigen, wie Industrie und Alltag eng miteinander verbunden waren. Besucher können heute noch die Spuren dieser arbeitenden Vergangenheit in der Bauweise und dem Grundriss erkennen.
Die Anlage kann von außen besichtigt werden, wobei die Architektur und Konstruktion aus verschiedenen Blickwinkeln beobachtet werden können. Die beiden Hallen haben unterschiedliche Erhaltungszustände, daher sollten Besucher je nach Jahreszeit und Wetterbedingungen vorbeifahren.
Die Konstruktion nutzte Hetzer-Balken, ein I-förmiges Verbundsystem aus Holz, das es ermöglichte, große Dachflächen ohne Zwischenstützen zu spannen. Diese Bauweise war so praktisch und effizient, dass ähnliche Systeme in anderen Industrieländern nachgeahmt wurden.
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