Evangelisches Gemeindezentrum Paul Schneider, Evangelisches Gemeindezentrum in Weimar-West, Weimar, Deutschland
Das Gemeindezentrum Paul Schneider ist ein religiöses Gemeinschaftszentrum in Weimar mit Kirchen- und Gemeinderäumen unter einem Dach. Die Raumaufteilung lässt sich durch bewegliche Wände flexibel anpassen und schafft damit verschiedene Nutzungsmöglichkeiten.
Der Bau des Zentrums begann 1986 während der DDR-Zeit in einem speziellen Kirchenbauprogramm, das es ermöglichte, religiöse Einrichtungen in neuen Wohngebieten zu schaffen. Die Erweiterung mit dem Glockenturm erfolgte später als eigenständige Struktur neben dem Hauptgebäude.
Der Name erinnert an Paul Schneider, den als „Prediger von Buchenwald“ bekannten Pfarrer, der am 18. Juli 1939 im KZ Buchenwald getötet wurde. Vier große Wandmalereien in den Farben des Kirchenjahres, das Altarkreuz und eine Skulptur der Holzbildhauerin Elly-Viola Nahmmacher beziehen sich auf sein Schicksal. Im Garten steht ein Denkmal für ihn, und seit 2011 unterhält eine Escola für Jugendliche hier eine Capoeira-Gruppe.
Der Komplex liegt in der Moskauer Straße 1a in Weimar-West, neben dem Rabenwäldchen und dem Bahnübergang am Haltepunkt Weimar-West der Strecke Weimar–Kranichfeld. Kirche und Gemeinderäume befinden sich unter einem Dach, verschiebbare Wände machen den Raum für Gottesdienste oder Veranstaltungen variabel. Der Glockenturm, zu DDR-Zeiten geplant, aber nicht genehmigt, wurde erst 1998 neben dem Gemeindehaus errichtet.
Der freistehende Glockenturm neben dem Gemeindehaus war bereits zu DDR-Zeiten geplant, aber nicht genehmigt worden; errichtet wurde er erst 1998. Am Glockenturm sind Worte Paul Schneiders angebracht. Im Garten steht ein Denkmal für den Pfarrer, der am 18. Juli 1939 in Buchenwald starb.
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