Mittelturm, Kommunikationsturm in Königs Wusterhausen, Deutschland.
Der Königs Wusterhausen Fernsehturm war eine Stahlkonstruktion mit dreieckigem Querschnitt, die sich 243 Meter in die Höhe erstreckte. Das Innere enthielt ein Aufzugsystem, das Techniker zu einer Plattform in 230 Metern Höhe transportierte, wo sie Zugang zu sechs Antennemasten hatten.
Die Konstruktion entstand zwischen 1924 und 1925 als Deutschlands wichtigste Rundfunksendeanlage. Sie stand bis zur Zerstörung durch den schweren Sturm Quimburga im Jahr 1972.
Der Turm erhielt von Einwohnern den Spitznamen "der Dicke" und wurde so bedeutsam für die Stadt, dass er ins Wappen von Königs Wusterhausen aufgenommen wurde. Dieses Merkmal zeigt, wie sehr die Struktur Teil der lokalen Identität wurde.
Die Struktur war öffentlich nicht leicht zugänglich, da sie sich auf einem geschlossenen Gelände befand und hauptsächlich Techniker und autorisiertes Personal beherbergte. Besucher konnten die markante Silhouette von verschiedenen Punkten in der Stadt aus sehen.
Ursprüngliche Pläne sahen vor, die Struktur auf 283 Meter zu verlängern, aber der Vertrag von Versailles verhinderte diese Erweiterung. Dadurch blieb sie dennoch eine der höchsten Konstruktionen ihrer Zeit.
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