Mittleres Innerstetal mit Kanstein, Naturschutzgebiet in Niedersachsen, Deutschland.
Das Mittlere Innerstetal mit Kanstein ist ein Naturschutzgebiet entlang der Innerste, das felsige Hänge, Kiesinseln und fließende Gewässer zwischen mehreren Ortschaften zeigt. Das Gelände umfasst rund 1.350 Hektar mit moorigen Bereichen, Auen und steilen Uferpartien, die zusammen ein abwechslungsreiches Mosaik von Lebensräumen bilden.
Das Gebiet wurde 2008 unter Schutz gestellt und bewahrt mittelalterliche Bergbaustätten sowie historische Wassermühlen, die die industrielle Vergangenheit des Innertals dokumentieren. Diese Zeugnisse zeigen, wie Menschen seit Jahrhunderten die Ressourcen des Tals nutzen und gestalten.
Die Klosterteiche der ehemaligen Zisterzienser-Abtei und die Französische Brücke prägen das Erscheinungsbild des Tales und zeigen, wie Geschichte und Natur hier miteinander verwachsen sind. Besucher können an diesen Orten die Spuren religiöser und handwerklicher Traditionen unmittelbar nachvollziehen.
Der Zugang erfolgt über gekennzeichnete Wanderwege, auf denen Hunde an der Leine geführt werden müssen und das Betreten von ausgewiesenen Pfaden erforderlich ist. Diese Regelungen schützen die Tierwelt und ermöglichen es Besuchern, sich sicher und mit wenig Ablenkung in der Natur zu bewegen.
Das Gebiet beherbergt seltene Metallrasen, die durch historischen Bergbau entstanden sind und spezialisierte Pflanzenarten beherbergen, die an Böden mit hohem Metallgehalt angepasst sind. Diese außergewöhnlichen Lebensräume findet man selten in Europa.
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