Residenzmuseum, Palastmuseum im Stadtteil Altstadt-Lehel, München, Deutschland.
Das Residenzmuseum ist ein Palastmuseum im Münchner Stadtviertel Altstadt-Lehel und beherbergt Sammlungen von königlichem Mobiliar, Gemälden, Tapisserien und Kunstobjekten in Zeremonial- und Privaträumen. Die Räume sind in Gruppen nach unterschiedlichen Epochen angeordnet, sodass man sehen kann, wie das Innere des Palastes im Laufe der Zeit verändert wurde.
Die Residenz war ab 1508 der Sitz der bayerischen Wittelsbacher und wurde über vier Jahrhunderte hinweg kontinuierlich bewohnt und erweitert, bis die Monarchie 1918 endete. Nach dem Ende der Herrschaft wurde der Komplex 1920 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und als Museum eröffnet.
Die Räume zeigen, wie verschiedene europäische Stilrichtungen vom Barock bis zum Klassizismus in einem einzigen Gebäude nebeneinander existieren, je nach dem Geschmack des jeweiligen Herrschers. Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen den prunkvollen Festsälen und den nüchterneren Privatgemächern, die ein realistischeres Bild des Hoflebens vermitteln.
Der Eingang liegt in Gehweite vom Marienplatz entfernt, sodass er leicht zu Fuß erreichbar ist. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe zu tragen, da der Rundgang durch viele Räume führt, und man sollte beachten, dass in den meisten Sälen keine Fotos erlaubt sind.
Der sogenannte Antiquarium, ein langer gewölbter Saal aus dem späten 16. Jahrhundert, ist einer der am besten erhaltenen Renaissancesäle nördlich der Alpen. Er wurde ursprünglich für eine Antikensammlung gebaut und erst später in einen Festsaal umgewandelt.
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