Radaranlage Marienfelde, Radarstation aus dem Kalten Krieg in Marienfelde, Deutschland
Die Radaranlage Marienfelde ist eine ehemalige militärische Überwachungsanlage auf erhöhtem Gelände im Berliner Bezirk Marienfelde. Das Gelände umfasst mehrere Bauwerke, die zu Zeiten des Kalten Krieges für Überwachungsoperationen genutzt wurden, und ist heute als Grünfläche zugänglich.
Die US-Luftwaffe baute die Anlage zwischen 1962 und 1965 als Überwachungsposten während des Kalten Krieges. Nach dem Fall der Berliner Mauer wurden die Militäroperationen eingestellt und das Gelände 1991 offiziell aufgegeben.
Die Berliner nennen das Gelände 'Amiberg', ein Spitzname, der auf die amerikanische Militärpräsenz in diesem Teil von Marienfelde hinweist. Wer das Areal heute besucht, kann die Überreste der Anlagen sehen und sich vorstellen, wie das Leben auf einem abgegrenzten Militärgelände mitten in der Stadt ausgesehen haben muss.
Das Gelände ist heute öffentlich zugänglich und kann zu Fuß erkundet werden, wobei Informationstafeln vor Ort über die Geschichte der Anlage informieren. Ein Besuch eignet sich besonders bei trockenem Wetter, da das Terrain uneben sein kann und festes Schuhwerk empfehlenswert ist.
Ein amerikanischer Soldat, der auf dem Gelände stationiert war, arbeitete heimlich als Informant für den ostdeutschen Geheimdienst. Sein Doppelleben blieb jahrelang unentdeckt und zeigt, wie tief die Spannungen des Kalten Krieges selbst in die gesichertsten Militäranlagen eindrangen.
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