Großwohnsiedlung Waldsassener Straße, Wohnkomplex in Marienfelde, Deutschland.
Großwohnsiedlung Waldsassener Straße ist eine ausgedehnte Wohnsiedlung in Berlin-Marienfelde mit verschiedenen Hochhäusern, darunter ein 27-stöckiger Turm, der das Zentrum prägt. Die Anlage besteht aus mehreren hundert Wohneinheiten, die zwischen breiten Grünzonen und Wegen verteilt sind.
Die Siedlung entstand zwischen 1970 und 1974 nach dem Entwurf des Architekten Hans Bandel als großflächige Wohnsiedlung. Sie war Teil der städtischen Antwort auf den Wohnungsmangel der Nachkriegszeit in Westberlin.
Die Siedlung verkörpert das Selbstverständnis von Wohnraum als sozialer Aufgabe in den 1970er Jahren. Hier zeigt sich, wie eine ganze Gemeinschaft in einem Ensemble aus Hochhäusern und Grünflächen zusammenleben sollte.
Das Gelände ist frei zugänglich und lädt zum Spazieren zwischen den Häusern und durch die Grünflächen ein. Ein Quartiersbüro vor Ort bietet Informationen und koordiniert regelmäßig Aktivitäten für die Bewohner.
Das Gelände zeigt gut, wie eine geschlossene Wohnwelt der 1970er Jahre aussah, bevor diese Siedlungsform später kritisiert wurde. Heute lässt sich hier die bauliche Geschichte einer besonderen Phase des urbanen Denkens nachverfolgen.
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