Reichsluftschutzschule, Luftschutzausbildungszentrum in Steglitz-Zehlendorf, Deutschland.
Die Reichsluftschutzschule ist ein Ausbildungskomplex in Steglitz-Zehlendorf mit zweigeschossigen Gebäuden, Klassenzimmern, Verwaltungseinrichtungen und Garagen, die über ein bewaldetes Gelände verteilt sind. Die Anlage erstreckt sich über etwa 490.000 Quadratmeter und bildet ein zusammenhängendes architektonisches Ensemble.
Die Anlage wurde von 1938 bis 1939 vom Architekten Eduard Jobst Siedler erbaut und diente der Ausbildung von Luftschutzwärtern aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie in ein Sanatorium für Tuberkulosepatienten umgewandelt und später zur Lungenklinik Heckeshorn.
Der Komplex zeigt rötlich-braune Klinkerziegel an seinen Fassaden, mit dekorativen Elementen wie Gesimsbändern und dreieckigen Ziegeln an den Gebäudeeingängen. Diese Gestaltungsmittel prägen das Gesamtbild der Anlage und verleihen ihr ein charakteristisches Aussehen.
Der Ort ist am besten zu Fuß zu erkunden, da die Gebäude über das waldreiche Gelände verteilt sind und sich langsam offenbaren. Bequeme Schuhe sind empfehlenswert, um die verschiedenen Bereiche des Komplexes zu durchqueren.
Der Komplex wurde bewusst wie eine Wohnsiedlung gestaltet, nicht wie militärische Kasernen, um seinen eigentlichen Trainingszweck zu verschleiern. Diese getarnte Bauweise machte es schwieriger, die Anlage als strategisches Ziel zu erkennen.
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