Stephanskloster, Mittelalterliche Klosterruinen auf dem Michelsberg, Heidelberg, Deutschland
Stephanskloster sind Ruinen eines Klosters auf dem Michelsberg in Heidelberg, das sich auf einer Höhe von etwa 375 Metern befindet. Die Überreste umfassen Grundmauern und einen Nachbau einer beschrifteten Grabplatte, die über markierte Wege in der Nähe der Universität erreichbar sind.
Das Kloster wurde 1090 als Ableger der Abtei Lorsch gegründet und entstand aus einer Einsiedlerzelle und Kapelle. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es von Benediktiner- und Prämonstratenserorden bewohnt, bevor es schließlich aufgegeben wurde.
Das Kloster war ein Zentrum für Gelehrsamkeit und religiöses Leben, und Besucher können heute noch die Spuren dieser Gemeinschaft in den erhaltenen Fundamenten erkennen. Die Ruinen zeigen, wie Mönche in dieser erhöhten Lage ihr tägliches Leben führten und sich ihrer Arbeit widmeten.
Die Ruinen liegen auf einem Hügel mit Wanderwegen, die von der Universität aus gut zu erreichen sind. Bei schönem Wetter bietet sich ein Besuch an, da die Wege gelegentlich rutschig werden können und das Tal übersichtlicher zu sehen ist.
Nach der Aufgabe des Klosters durfte die Bevölkerung 1589 die Ruinen als Steinbruch nutzen, um Material für andere Bauten zu gewinnen. Steine von diesem Gelände wurden später für den Aussichtsturm von Schloss Heidelberg verwendet.
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