Michaelskloster, Klosterruinen auf dem Heiligenberg, Heidelberg, Deutschland
Das Kloster St. Michael ist eine mittelalterliche Ruine auf dem Gipfel des Heiligenbergs in Heidelberg, die Steinreste aus der Zeit um das 11. Jahrhundert bewahrt. Die Überreste zeigen die architektonischen Merkmale dieser früheren Periode und wurden an einem Ort erbaut, der bereits lange vor dem Mittelalter als heiliger Platz galt.
Das Kloster wurde 1023 als Außenstelle des Klosters Lorsch gegründet und entwickelte sich zu einem wichtigen religiösen Zentrum. Im frühen 16. Jahrhundert führte der Einsturz des Glockenturms zum Ende der Mönchsgemeinde und zur schrittweisen Verlassenheit des Ortes.
Der Ort zeigt Spuren eines alten römischen Tempels, der dem Gott Merkur gewidmet war. Dies zeigt, wie dieser Berg über Jahrhunderte hinweg ein Ort der Verehrung für verschiedene Religionen blieb.
Der Aufstieg zum Kloster ist anspruchsvoll und führt über steile Waldpfade, besonders über den bekannten Philosophenweg. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und Zeit für den Aufstieg einplanen, besonders bei feuchtem oder eisigem Wetter.
Im Jahr 1503 stürzte der Glockenturm ein und tötete die letzten drei dort lebenden Mönche, was zum sofortigen Verlassen des Klosters führte. Dieses dramatische Ereignis machte den Ort zu einem verlassenen Platz, der seitdem über Jahrhunderte unter freiem Himmel verwitterte.
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