Villa Beck, Neoklassizistische Villa in Biebrich, Deutschland
Die Villa Beck ist ein neoklassizistisches Wohnhaus im Biebrich-Bezirk von Wiesbaden mit einer symmetrischen Struktur aus zwei Geschossen. Das Gebäude zeigt einen dreigeschossigen zentralen Risalit mit flachem dreieckigen Giebel, der die klassizistische Formensprache des 19. Jahrhunderts bewahrt.
Das Haus wurde 1872 von Uhrmacher Hubertus Kreitz in Auftrag gegeben und kam 1898 in den Besitz des Industriellen Ludwig Beck. Dieser Wechsel markierte den Beginn einer neuen Ära, in der die Villa zum Wohnort eines bedeutenden Unternehmers wurde.
Die Villa war Wohnort des Industriellen Ludwig Beck, dessen Familie in Wiesbaden große wirtschaftliche Bedeutung hatte. Die Liegenschaft spiegelt den Wohlstand der Industriellenklasse des späten 19. Jahrhunderts wider und prägt bis heute das Bild des vornehmen Biebrich.
Das Anwesen befindet sich an der Rheingaustraße 138 im Biebrich-Bezirk und ist nicht für Besuche zugänglich, da es sich um eine private Wohnresidenz handelt. Von außen lässt sich die klassizistische Architektur vom Straßenrand aus beobachten.
Ludwig Beck Jr., Sohn des Industriellen, war an dem Attentat vom 20. Juli 1944 gegen das Nazi-Regime beteiligt und setzte sein Leben für den Widerstand ein. Diese mutige Verbindung verbindet die Villa mit einem wichtigen Kapitel deutscher Zeitgeschichte.
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