Villa Josef Thyssen, Neobarocke Villa in Mülheim an der Ruhr, Deutschland.
Die Villa Josef Thyssen ist ein Neobarock-Gebäude mit symmetrischer Fassade, die einen zentralen Rundbogen-Portal mit Balkon und vielen Verzierungen aufweist. Das Haupthaus steht in einem öffentlichen Garten mit alten Bäumen und einem Teich, der sich beim Spaziergang erkunden lässt.
Das Gebäude entstand von 1898 bis 1900 auf einem ehemaligen Textilwerk-Gelände für Joseph Thyssen, den Bruder des Industriellen August Thyssen. Die Architekten Heinrich Kayser und Karl von Großheim schufen ein Haus, das die Macht der Industrie-Familie in Stein darstellte.
Das Haus zeigt, wie wohlhabende Industriellen-Familien um 1900 lebten, mit großzügigen Empfangsräumen und handwerklich aufwendig gestalteten Zimmern. Man sieht in den Räumen, wie Reichtum und Geschmack zur Schau gestellt wurden.
Das Gelände ist wegen seines öffentlichen Gartens leicht zugänglich und liegt gegenüber dem Wasserbahnhof, was die Orientierung erleichtert. Man kann das Außengelände frei durchlaufen und die Fassade aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Zwischen 1984 und 2004 diente das Haus als Sitz eines Zentrums für Innovation und Technologie, bevor es Jahre lang leerstand. Diese unerwartete Phase als Tech-Zentrum in einem Belle-Epoque-Gebäude zeigt, wie flexibel alte Häuser neue Aufgaben erfüllen können.
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