Mor Afrem-Kirche, Modernes Kirchengebäude in Charlottenburg, Deutschland.
Die Mor-Afrem-Kirche ist eine Backstein- und Sichtbetonanlage um einen Innenhof an der Mindener Straße 1, Ecke Mierendorffplatz. Der niedrige rechteckige Saal hat eine lange Seitenwand mit einem Raster kleiner heller quadratischer Öffnungen über einem glatten Betonband und einem zurückgesetzten Erdgeschoss mit dunklen vertikalen Lamellen. Ein 33 Meter hoher Backsteinturm auf halbkreisförmigem Grundriss erhebt sich nahe dem Eingang, sein Oberteil von dichten kleinen Öffnungen durchbrochen und mit einem goldenen Kreuz bekrönt; das Schild lautet „Mor-Afrem-Kirche“.
Das Gebäude entstand zwischen 1964 und 1966 als römisch-katholische Kirche nach Entwürfen von Architekt Alfons Boklage. Im Jahr 2005 übernahm die syrisch-orthodoxe Gemeinde das Bauwerk und gab ihm neue Bedeutung.
1966 als Mariä Himmelfahrt geweiht, diente der Bau der katholischen Gemeinde Charlottenburgs; ab 1988 nutzte auch die italienische katholische Mission die Kirche. 2005 verkaufte die katholische Kirche das Gotteshaus an die syrisch-orthodoxe Gemeinde Mor Afrem e. V., die es am 4. Mai 2008 unter dem heutigen Namen wiedereröffnete. Der frühere Altarraum endet heute in einer Apsis im halbrunden Turmkörper.
Die Kirche steht an der Ecke Mindener Straße/Mierendorffplatz, der Eingang liegt an der Platzseite. Die 34 Meter breite Fassade zum Platz besteht aus Glasstahlbeton, sodass kaum Tageslicht ins Innere dringt; das große Fenster zum Hof ist die Hauptlichtquelle. Kirche und Verbindungstrakte ruhen auf einem offenen Sockelgeschoss aus Stahlbeton mit ziegelummantelten Stützen.
Die vier Bronzeglocken wurden 1965 von der Gießerei Petit & Gebr. Edelbrock gegossen, bevor die Kirche 2005 an die syrisch-orthodoxe Gemeinde überging. Der 33 Meter hohe Turm, der sie beherbergt, hat einen halbkreisförmigen Grundriss und tritt in der Mitte der Glasstahlbetonfassade als Konche hervor.
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