Stadtgarten, Stadtpark in Schwäbisch Gmünd, Deutschland
Der Stadtgarten Schwäbisch Gmünd ist ein Park am Rand der Altstadt, geteilt in einen älteren östlichen oberen und einen jüngeren westlichen unteren Stadtgarten. Der obere Teil umfasst das Stahlsche Schlösschen, einen Rokokobau von 1780, und angrenzend steht das CongressCentrum Stadtgarten. Angelegt wurde der Park 1779 in 16 Feldern.
Georg Franz Stahl Edler von Pfeilhalden legte den Park 1779 anstelle von Gärten und Äckern in 16 Feldern an, mit Gewächshäusern, einem Pavillon und Springbrunnen. 1780 ließ er das Rokokoschlösschen nach Plänen des Stadtbaumeisters Johann Michael Keller seiner Frau zum Geschenk bauen. Ab 1885 gehörte das Areal dem Fabrikanten Gustav Hauber, 1898 ging es in städtischen Besitz über.
Das Geigerbrünnele ist ein von Wilhelm Widemann entworfener, achtstrahliger, neubarocker Brunnen, der das Geigerle von Gmünd zum Thema hat. 1906 schenkte der Künstler ihn der Stadt, 1991/92 wurde er erneuert. Die barocken Figuren am Gartentor entstanden 1962 nach Modellen von Jakob Wilhelm Fehrle.
Der Park ist von mehreren Zugängen aus erreichbar und hat durchgehend gepflasterte Wege, die das Navigieren erleichtern. Besucher finden überall Sitzbänke und Abfallbehälter, um ihren Aufenthalt angenehm zu gestalten.
Die Sonnenuhrpyramide von 1770 stand bis 1810 im Stahlschen Garten und kehrte 1994 in den Stadtgarten zurück. Erneuert wurde sie 1956/57 und 1991; ersetzte Teile liegen heute im Stadtmuseum im Prediger. Sie gilt als Gelehrtenstück und Spiel- und Unterhaltungsinstrument, als Sinnbild der Gmünder Oberschicht ihrer Entstehungszeit.
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